Tagung der Damen & Ritter des Hl. Grabes
Am 12. September war Bischofszell Ort einer besonderen Tagung:
die Mitglieder des Ordens der Ritter des Hl. Grabes zu Jerusalem waren zum internationalen Treff eingeladen.
Das Interesse der Damen und Ritter war gross; während die Organisatoren der Komturei St. Gallen mit rund 40 bis 50 Gästen gerechnet hatten, folgten schliesslich 70 Personen der Einladung nach Bischofszell.
Die Tagung wurde eröffnet mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pelagiuskirche. Diesem stand Bischof Felix vor.
In seiner Predigt ging Bischof Felix auf das völlig neue Bild von Gott ein, das mit dem Christentum entstand. Im Christentum gibt es kein oben und unten. Gott machte sich klein und wurde in Christus Mensch. Sein Königreich sollte sich nicht in Pomp, Prunk und kriegerischer Macht zeigen. Im Gegenteil: Christus lebte als Mensch unter den Menschen, er besuchte die Armen und Geächteten.
Kein Wunder, verstanden viele dieses Königtum nicht. Die Christen wurden verspottet dafür, dass sie einem schwachen Gott folgten und an seine Botschaft glaubten. Als „Beweis“ dafür führte Bischof Felix ein Bild auf, welches in Rom in der Nähe des Kolosseums zu finden ist: es zeigt das Kreuz, an welchem statt des Leibes Christi ein Esel hängt.
Die Predigt von Bischof Felix war sehr eindrücklich und regt zum Nachdenken an.
Wofür steht der Orden ein?
Ziel des Ordens der Ritter und Damen des Hl. Grabes zu Jerusalem ist einerseits, ihr Leben auf Christus auszurichten. Jedes Mitglied ist zum Beispiel eingeladen, einmal nach Jerusalem zu pilgern.
Das zweite Ziel ist die Unterstützung der Christen im Hl. Land.
In 44 Pfarreien werden Schulen mit gesamthaft etwa 45’000 Schülern und Studenten und 1’600 Lehrpersonen unterhalten. Diese Schulen stehen Kindern aller Glaubensrichtungen offen und fördern eine von christlichen Werten und christlicher Kultur geprägte Bildung.
Des Weiteren gehören zum Patriarchat verschiedene medizinische, karitative und soziale Einrichtungen sowie das Priesterseminar in Beit Jala.
Diese Zwecke erfordern einiges an finanziellen Mitteln – die Kosten können nur getragen werden dank der finanziellen Mithilfe der Mitglieder des Ritterordens. So war auch die Kollekte des Gottesdienstes für die Anliegen des Ordens bestimmt.
Wir möchten uns dafür bedanken, dass unser Pastoralraum als Tagungsort ausgesucht wurde und hoffen, der Aufenthalt und insbesondere der Gottesdienst in unserer schönen Pelagiuskirche bleiben den Rittern & Damen des Ordens noch lange in schöner Erinnerung.
Allen, die zum eindrücklichen Gottesdienst beigetragen oder diesen mitgefeiert haben, danken wir ebenfalls ganz herzlich.
Bea Vicentini




