bewegte und bewegende Zeiten
Am 23. August beging die Pfarrei Sitterdorf im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes ihr Patrozinium.
Bewegte und bewegende Zeiten
Zu Beginn seiner Predigt ging Pfr. Dominic auf die Geschichte der Pfarrei Sitterdorf ein, welche ihre Ursprünge bereits im Mittelalter hat. Ab dem 13. Jahrhundert ist verzeichnet, dass sich die Gläubigen in der Martinskirche in Sitterdorf zu den Gottesdiensten versammelten.
Mit der Reformation trat ein Teil der Katholiken zum evang. Glauben über. Lange Jahrzehnte diente daraufhin die Martinskirche beiden Kirchen. Dieses Simultanverhältnis verlief allerdings nicht immer ohne Störungen.
Im Jahr 1958 wurde schliesslich vom katholischen Teil der Beschluss gefasst, das paritätische Verhältnis aufzulösen und an neuem Orte selbst eine Kirche zu bauen. Im Letten entstand daraufhin in den Jahren 1960 und 1961 nach den Plänen des Architekten Metzger der heutige Kirchenbau in seiner modernen Form.
Die neue Kirche dient nun also den Gläubigen bereits seit 65 Jahren. Wie viele Feiern haben in dieser Zeit schon in diesem Gotteshaus stattgefunden? Hier wurden Kinder durch die Taufe in die Gemeinschaft aufgenommen, hier haben Kinder ihre Erstkommunion und Firmung gefeiert. Wie viele Brautpaare gaben sich hier wohl ihr Ja-Wort? Von wie vielen Menschen wurde im Rahmen einer Beerdigung Abschied genommen?
Maria Königin
Die Kirche Sitterdorf ist Maria geweiht. Das Kirchweihfest richtet sich nach dem Festtag Maria Königin.
In seiner Predigt ging Pfr. Dominic auf die besondere „Rolle“ von Maria ein. Sie ist nicht Königin aus eigener Macht – sie ist Königin aufgrund ihrer einzigartigen Aufgabe als Mutter Christi. Dazu rief Pfr. Dominic die Bibelstelle von der Hochzeit zu Kana in Erinnerung. Als der Wein ausging, verwies Maria auf ihren Sohn Jesus: “Tut, was er euch sagt.“
Maria zeigt sich nicht als Königin mit weltlicher Macht – ihr Königtum zeigt sich durch ihr Vertrauen auf die Aufgabe, welche ihr von Gott gegeben wurde und durch ihre Bereitschaft, sich ganz in diesen Dienst zu stellen.
Dieser stimmige Gottesdienst wird noch lange in schöner Erinnerung bleiben. Dazu hat auch der Gesang des Mosaikchores wesentlich beigetragen – nochmals ein herzliches vergelt’s Gott an die Sängerinnen!
Beim anschliessenden Apéro konnten alle den schönen Vormittag gemütlich und gesellig ausklingen lassen. Wir danken allen, die zu diesem Gottesdienst beigetragen und mit uns gefeiert haben!
Bea Vicentini




