Bischof Bruno zu Besuch in Sitterdorf

Red-week, Gebetswoche für verfolgte ChristInnen weltweit

Im November organisiert Kirche in Not jeweils die Gebetswoche für verfolgte ChristInnen in Not. Ziel ist es, auf das Schicksal unserer Glaubensgeschwister aufmerksam zu machen. Die 350 Millionen diskriminierten und verfolgten Christinnen und Christen brauchen unsere Hilfe, sie brauchen unser Gebet und unsere Aufmerksamkeit.

In der „Red week“ finden dazu verschiedene Anlässe statt. Ausserdem lädt Kirche in Not eine Person aus einem besonders betroffenen Gebiet zu einem Besuch in die Schweiz ein. Und so kam in diesem Jahr Bischof Bruno in die Schweiz und feierte u.a. am 19. November mit uns Eucharistie in Sitterdorf.

Bischof Bruno kommt aus Kamerun, wo die Lage sehr prekär ist. Im nahen Nigeria führt die Terrorgruppe Boko Haram ein regelrechtes Terrorregime. Menschen flüchten daher aus Nigeria in das nahe Kamerun. Anschläge der Terroristen werden bis in den Kamerun hinein ausgeführt. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst.
„Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht von neuen Übergriffen der Terroristen von der kamerunisch-nigerianischen Grenze aus erfahren“, beklagt Bischof Bruno.

Rund 120 000 Nigerianer fanden Zuflucht in Kamerun, wo sich die katholische Kirche um sie kümmert. So werden für die jungen Flüchtlinge gezielte Programme angeboten, um einen Beruf zu erlernen. Dazu kommen mehr als eine Million Binnenvertriebene – die Not ist gross. Daher bat Bischof Bruno um unser Gebet und um unsere finanzielle Unterstützung.

Nach dem Gottesdienst bestand die Möglichkeit, mit Bischof Bruno und seiner Begleitperson persönlich ins Gespräch zu kommen.

Wir danken Bischof Bruno für seinen Besuch bei uns in Sitterdorf und hoffen, dass trotz aller Not die Hoffnung unter unseren Glaubengeschwistern in Kamerun nicht stirbt.

Bea Vicentini

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